Kino verändert sich. Hat es schon immer getan, wird es auch weiter tun. Veränderung ist bedrohlich – für das bestehende. Und eine Chance – für das neue. Aus den Filmpalästen der 60er wurden die Schachtelkinos der 70er, die dann wiederum von den Multiplexen bedroht wurden, die auch viele Säale hatten, aber auch wieder Luft zum Atmen und eine anständige Technik. Anfangs nur auf der grünen Wiese sind sie in den 90ern in den Innenstädten angekommen. Heute bedroht die Digitalisierung das bestende Nebeneinander von kommerziellen und Filmkunst-Häusern.
Die film.coop ist ein Kino im klassischsten Sinne: ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um sich mit Film auseinanderzusetzen. Film zu gestalten, Film zu lernen, Film zu genießen. Nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zum Bestehenden – und als Experimentierfläche, wie Kino 2020 aussehen kann. Denn vom besonderen Charme des Kinos als sozialem Ort sind wir so überzeugt, daß wir seine Zukunft nicht in Frage stellen: Niemals kann die Möglichkeit, Filme daheim oder unterwegs zu konsumieren, das Gemeinschaftserlebnis ersetzen, das Kino ausmacht.
Hinter der film.coop steht als Alleingesellschafter die Münchner Filmwerkstatt – ein gemeinnütziger Verein, der sich die Förderung der Indie-Szene auf die Fahnen geschrieben hat, in München und darüberhinaus. Die Münchner Filmwerkstatt bietet Weiterbildung z.B. in Form von Wochenendseminaren, berufsbegleitenden Lehrgängen und Werkstätten, veranstaltet alljährlich das Kurzfilmfestival KALIBER35 und produziert auch selbst kurze und lange Filme. Wer die Münchner Filmwerkstatt persönlich kennenlernen will, hat dazu immer am 15. jeden Monats ab 20 Uhr in der film.coop Gelegenheit – dann findet dort der monatliche Jour fixe statt!